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Jeden Montag von 19:00 – 20:30 Uhr treffen sich die Kooperationspartner zu einer interdisziplinären Tumorkonferenz in den Katholischen Kliniken Oberhausen (KKO)
gem. GmbH am St. Marien-Hospital.

Regelmäßige Teilnehmer sind die Ärzte der KKO und niedergelassene Fachärzte:

• Fachärzte für Viszeralchirurgie
(Operationen an den inneren Organen)

• Gastroenterologen
(Magen-Darm-Spezialisten)

• Radiologen
(Röntgenärzte – CT, MRT)

• Onkologen
(Tumorspezialisten – Chemotherapie)

• Strahlentherapeuten
(sie führen die Bestrahlung durch)

• Pathologen
(sie diagnostizieren die Krebserkrankung unter dem Mikroskop)

Die Tumorkonferenz wird vom Leiter des Darmzentrums KKO, Dr. Schumacher, moderiert. Optimal ist es, wenn neue Patienten vor der eigentlichen Behandlung vorgestellt werden. Meistens hatten sie schon eine Koloskopie (Darmspiegelung), bei der ein Tumor festgestellt wurde. Die Darmspiegelung wird auf Vollständigkeit überprüft. Das Ergebnis der Pathologie (feingewebliche Untersuchung) wird analysiert.

Beratung über Diagnostik und Behandlung
Danach wird die Diagnostik festgelegt, die noch erforderlich ist. Das sind in der Regel die Bestimmung der Tumormarker, die Sonographie (Ultraschall) des Bauchraumes, die Sonographie des Rektums (Enddarmes) bei tief sitzenden Tumoren, CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) und das Risiko einer familiären Belastung für Darmkrebs und sonstige Tumorerkrankungen.

Sind alle diese Befunde vollständig, wird über die Behandlung entschieden. Dabei unterscheiden sich Karzinome des Dickdarmes (Kolon) von denen des Enddarmes (Rektum). Tumore des Dickdarmes werden standardmäßig ohne weitere Vorbehandlung operiert. Anders ist es bei Tumoren des Rektums. Wenn sie bis zu einer Höhe von 0 – 12 cm vom After entfernt reichen und schon in die Darmwand eingewachsen sind, wird heute allgemein eine Vorbehandlung vor der Operation (sog. neoadjuvante Therapie) empfohlen. Diese besteht in der Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung.

Beteiligung aller Fachdisziplinen
Die Entscheidung wird in der Tumorkonferenz unter Beteiligung aller Fachdisziplinen getroffen. Nach der Operation werden die Patienten erneut in der Tumorkonferenz vorgestellt. Die Entscheidung, ob eine weitere Behandlung erforderlich ist, ist sehr komplex. Hier liegt die Stärke der Tumorkonferenz. Der Beschluss wird immer gemeinsam und individuell für jeden einzelnen Patienten gefasst. Über jeden Patienten wird in der Tumorkonferenz ein Protokoll geschrieben. Dieses Protokoll ist bindend für die Kooperationspartner. Es wird an alle beteiligten Ärzte verteilt. So ist der lückenlose Informationsfluss von der ersten Diagnose bis zum Ende der Behandlung gewährleistet.

 
   
 
   
 
 
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